Karin Sakowski

Ich wurde 1963 in einer niedersächsischen Kleinstadt im ehemaligen Zonenrandgebiet geboren. Dort bin ich aufgewachsen. Es gab zwei kleine Buchläden und einen Schulbuchverkauf am Ort. Es gab zwei Zeitungen: die Lokalzeitung und die Bild. Meine Oma las beide. Meine Mutter las nicht. Es gab ein Märchenbuch in unserer Familie und später Bilderbücher, deren Geschichten ich meinem jüngsten Geschwisterkind zur Nacht erzählte.

 

Ich wurde Buchhändlerin in einer mittelhessischen Universitätsstadt und später Lektorin für Theaterstücke beim S. Fischer Verlag in Frankfurt am Main. Dazwischen lernte ich im Studium der Angewandten Theaterwissenschaft bei Andrzej Wirth in Gießen mein Textverständnis und mein Vertrauen in ein Denken ohne Kategorien zu vertiefen. 1998 zog ich nach Berlin, wurde Mutter, war Projektmanagerin für Copyright beim Jüdischen Museum Berlin und ehrenamtliche Lesepatin an Grundschulen in Kreuzberg. Inzwischen arbeite ich verlagsunabhängig als Lektorin berlin- und netzweit und freue mich, mit der Förderung von Autor'innen und dem schreibendem Nachwuchs meiner Berufung folgen zu dürfen.

 

Das Leben in Kreuzberg und einer sich permanent wandelnden Stadt empfinde ich als persönliche und gesellschaftliche Herausforderung und Bereicherung. Als Lektorin  und als Leserin bin ich begeistert von den Möglichkeiten für Autor'innen und Literatur im Netz. Seit 2015 liegt der Schwerpunkt meiner Arbeit im Bereich Digitalisierung von Theaterstücken, für die wir eine Leser'innenschaft entdecken möchten. In Kooperation verschiedener Verlage - darunter impulsgebend der Berliner Verlag Felix Bloch Erben - mit der Plattform Mojoreads gehen wir dafür neue, spannende Wege.

Ich glaube an dieses und jenes und in jedem Fall an das Wort und an die Wandelbarkeit unserer Gesellschaft.